Stichsäge Test – Informationen und Kaufberatung

StichsägeWas ist eine Stichsäge? Eine Stichsäge ist ein elektronisches Werkzeug, welches verwendet wird, um mit einem durch eine Hubbewegung eines einseitig gespannten Sägeblatts unterschiedliche Werkstoffmaterialien auf einem passenden Sägetisch zu zersägen. Die Stichsäge findet vor allem bei Kurvenschnitten in Bauplatten und bei Anpassarbeiten im Außendienst ihren Haupteinsatz.

Hier klicken für eine Auswahl der besten Stichsägen für 2016

Stichsäge – Varianten

Elektro-Stichsäge:

Bei einer elektrischen Stichsäge ist ein schmales Sägeblatt einseitig eingespannt. Dieses Sägeblatt kann mit dem freien Blattende in den zu durchsägenden Werkstoff einstechen. In der Regel ist dafür allerdings eine vorherige Lochbohrung nötig.

Aufgrund der schmalen Sägeblattbreite kann man mit einer elektrischen Säge auch sehr enge Kurven führen und geschwungene Linien aus Materialwerkstoffen schneiden. Die Stichsägen-Breite besteht darin, dass man aus schmalen Brettern, Platten oder Balken geformte Materialteile ausschneiden kann.

Voraussetzung dafür ist immer eine vorherige Lochbohrung durch den Werkstoff. Das Sägeblatt einer elektrischen, modernen Stichsäge wird von einer Rolle rückwertig gestützt, sodass das Sägeblatt eine exakte Führung im Gebrauch erzielen kann.

Pendelhub-Stichsäge:

Eine andere Sägen-Variante ist die Pendelhub-Stichsäge, bei der das Sägeblatt sowohl vorwärts als auch rückwärts einschneidet, sodass Sägestaub und Späne abgehalten und ausgeworfen werden können. Ein prägnantes Merkmal einer Pendelhub Stichsäge ist die hohe Sägeleistung, sodass selbst Tauchschnitte durchzuführen sind. Bei einem Tauschnitt wird durch nach vorn kippendes Ansetzen der Säge auf der Führungsschiene und gleizeitiges Kippen ein Sägeschnitt von der Oberfläche aus in den Werkstoff erzielt.

Sägen mit Stichsäge

Hand-Stichsäge:

Diese Art von Stichsägen sind ähnlich aufgebaut wie Fuchsschwänze, sind allerdings mit einem wesentlich schmaleren Sägeblatt ausgestattet. Auf diese Weise können auch kleine Bohrlöcher als Ausgangspunkt des Sägeschnitts erzielt werden. Hand-Stichsägen finden vor allem im Montage-Bereich, im Trockenbau, beim Durchsägen von Gipskartonplatten sowie auf diversen Baustellen Einsatz. Früher wurden Hand-Stichsägen auch beispielsweise bei der Feuerwehr oder der Bahn eingesetzt, wurden aber im Laufe der Zeit gegen innovativere, schnellere Motorsägen ersetzt.

Akku-Stichsäge:

Eine Akku Stichsäge gehört zu der Gruppe der handgeführten Elektrowerkzeuge. Diese netzunabhängige Bauart wurde vor allem aufgrund des hohen Betriebsverbrauchs konstruiert. Akku Stichsägen sind besonders kompakt, handlich und flexibel in der Bedienung. Die Arbeitsgeschwindigkeit und die Leistung von Akku Stichsägen ist mit netzbetriebenen Maschinen zu vergleichen. Meistens werden Akku Stichsägen mit innovativen LI-Ionen-Akkus oder Nickel-Kadmium-Akkus ausgestattet und in Kombination mit Schnelllade-Akkus eingesetzt.

Stichsäge – Einsatzbereiche

Stichsägen werden vor allem als sogenannte Montagesägen eingesetzt. Neben den dazu gehörigen Sägeblättern gibt es auch einzusetzende Feilen und Raspeln. Diese Raspeln und Feilen werden allerdings vor allem bei sogenannten Säbelsägen eingesetzt. Säbelsägen ähneln der Bauart einer Stichsäge, haben das Sägeblatt allerdings nicht nach unten, sondern nach vorn heraus arretiert. Diese Sägenart eignet sich vor allem für schnelle, kraftvolle Sägeschnitte in Materialien wie Massivholz, Metall oder diverse feste Plattenwerkstoffe.

Stichsäge – Kaufberatung

Stichsäge im EinsatzBevor man eine Stichsäge kauft, sollte man sich im Klaren sein, welche Arbeiten man mit der Maschine erledigen möchte. Die folgenden Ausstattungsmerkmale sollten beachtet werden, wenn man eine Stichsäge erwerben möchte:

Leistung:

Wie bei allen anderen elektrischen Werkzeugen gilt auch bei einer Stichsäge: Je höher die Watt-Leistung, desto kraftvoller und schneller die Stichsäge. Wichtig zu beachten ist allerdings auch, dass die Leistungskraft einer Stichsäge auch von anderen wichtigen Faktoren wie dem Pendelhub, der Hubanzahl und dem Drehmoment abhängt. Der Pendelhub verleiht der Stichsäge eine gewisse Stärke, schneidet den Werkstoff schneller, aber auch unsauberer. Die Hubanzahl gibt an, wie viel Hub-Anschläge die Säge in der Minute macht. Je mehr Hübe desto schneller der Sägeschnitt. Das Drehmoment gibt an, wie kraftvoll der Gerätemotor funktioniert und wie viel Leistungskraft das Sägeblatt auf das Werkstoffmaterial ausüben kann.

Drehmoment:

Das Drehmoment einer Stichsäge gibt an, wie leistungsstark der Gerätemotor ist. Das Drehmoment ist prinzipiell immer entscheidend für den Stichsäge-Fortschritt. Eine große Rolle spielen hierbei auch die Leistung und der Pendelhub der Stichsäge. Je kraftvoller und höher das Drehmoment einer Maschine, desto leistungsintensiver und schneller der Fortschritt.

Schnitttiefe:

Die Schnitttiefe ist der Angabe-Wert, mit dem man unterschiedliche Stichsägen vergleichen kann. Wichtig zu beachten ist, dass alle Schnittiefenangaben auf die jeweiligen Werkstoffmaterialien bezogen sind. Ein Sägeschnitt kann auch nur immer so präzise sein, wie das dazu gehörige Sägeblatt erlaubt.

Pendelhub:

Bei einer Pendelhub Stichsäge bewegt sich das Stichsägeblatt nicht nur vertikal von oben nach unten, sondern erzielt eine Vorwärtsbewegung, wenn das Blatt nach oben geführt wird. Bei der Abwärtsbewegung geht das Stichsägeblatt wieder nach unten. Viele herkömmliche Maschinen besitzen diese zuschaltbare Pendelhub-Funktion, da man einen schnelleren Sägefortschritt erzielen kann. Wichtig zu bedenken ist allerdings, dass der Sägevorgang insgesamt aber auch aggressiver wird, sodass vor allem Kurvenschnitte nur noch unsauber auszuführen sind. Ein Pendelhub eignet sich vorzugsweise nur bei geraden Sägeschnitten.

Elektronik:

Bei Stichsägen unterscheidet man grundsätzlich zwischen einer integrierten Regelelektronik und einer Konstantelektronik. Die Regelelektronik garantiert, dass die Stichsäge im Betrieb langsam anlaufen kann. Diese Regelelektronik besitzen heutzutage fast alle innovativen Stichsägen-Modelle diverser Markenhersteller. Die Konstantelektronik ermöglicht, die Geschwindigkeit unter Last immer gleichbleibend zu führen. Vor allem professionelle Geräte besitzen diese Art von Elektronik. Die Konstantelektronik ist besonders sinnvoll, wenn ein sehr präzises, gleichbleibendes Sägeergebnis erreicht werden soll.

Arbeitsbeleuchtung und LED:

Vor allem Geräte, wie Profi Stichsägen, verfügen über eine integrierte LED-Lampe und manchmal sogar über einen integrierten Laser. Eine Lampe beleuchtet die Sägestellen sehr gut, sodass präziser und zügiger gearbeitet werden kann. Wenn die Profi Stichsäge auch einen integrierten Laser besitzt, dann leuchtet dieser auf das Material und zeigt somit den Bereich an, wo die Stichsäge genau geführt werden soll.

Frau mit elektrischer StichsägeBlasvorrichtung und Absaugung:

Die meisten Stichsägen haben einen integrierten Anschluss für einen Allessauger oder einen Allzwecksauger. Viele Geräte können sogar an eine externe Absauganlage angeschlossen werden. Der dazu benötigte Anschluss und der Adapter befinden sich fast immer im Lieferumfang. Einige innovative Maschinen besitzen eine Blasvorrichtung, mit der der Sägeblattbereich von Spänen und Staub sauber gehalten wird. Allerdings funktioniert die Blasvorrichtung bei vielen Geräten nicht sehr zufriedenstellend und nur mäßig gut.

Zubehör und weitere Ausstattungsmerkmale:

Das Zubehör und die Ausstattung einer Stichsäge sind nicht zwangsläufig ausschlaggebend für den Kauf, sollten aber trotzdem beachtet werden. In der Regel ist bei einer Stichsäge ein Ausrissschutz im Lieferumfang inbegriffen. Meistens ist eine Stichsäge außerdem im Transportkoffer, mit diversen Stichsägeblättern und einem Parallelanschlag erhältlich.

Hier klicken für eine Auswahl der besten Stichsägen für 2016